« 4. Brandenburger Linux-Infotag am 20.10. | Hauptseite | Ich will den Kapitalismus lieben... »

18.10.07

freebsd: die enthüllung

Bevor ich FreeBSD kennengelernt habe, war ich ja stark mit falschen Vorurteilen behaftet - was so Skalierung und Responsiveness angeht.

Ich muss alles zurück ziehen.

Ich habe heute in meinem Ausbildungsbetrieb einen neuen Nameserver (FreeBSD), den ich gestern aufgesetzt habe, mit Anfragen beschossen. Dazu habe ich einfach ein Perlskript gebaut, dass parallele Aufrufe von dig @hostname -f lange_liste_mit_existierenden_domains macht.
Erst natürlich von meiner Arbeitskiste aus (Ubuntu 7.4), dann von einer FreeBSD-Maschine übers Netz, dann direkt auf dem Nameserver über localhost.

Sorry Linux, aber du bist einfach unglaublich lahm.
Ich konnte auf meiner Arbeitskiste keine 50 Prozesse parallel forken, immer nur so 20-30, dann hat es ewig gedauert, bis wieder neue Kinder dazu kamen.
Das Ergebnis waren dann so ca. 20% CPU-Time von named.

Dann BSD übers Netz: Alle Prozesse sofort rausgeforkt, CPU-Zeit von named so 35%.

Der Kracher waren dann 5000 forks auf dem Nameserver via localhost.
Eine Last von über 300, 50% CPU-Zeit bei named - und die Kiste war noch locker über ssh ansprechbar, bis der Speicher volllief und geswapt wurde. Mehr named-WCPU war nicht möglich, da der Lasterzeuger mit Perl ein bisschen humpelt und nicht schnell genug rausfeuert, bzw. zuviel CPU-Zeit selber frisst.

Irgendwann werde ich mal versuchen eine Kiste auf Basis von Debian als Nameserver aufzusetzen und wirklich zu tunen aber bis dahin kann ich nur kopfschüttelnd sagen: FreeBSD ist echt sexy (aber nicht für den Desktop) ;-)

Kommentare